Das Umfeld der Schule


    

Alles über Linner Burg und Alt-Linn in Heft der Kunststätten-Reihe

 

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Mit Haus Greiffenhorst, Pfarre St. Mariä Himmelfahrt, Hausenhof, Siedlung Kohlplatzweg und dem Hafen mit Drehbrücke wird sogar ganz Linn einbezogen.

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Alles, was man über die Linner Burg und Alt-Linn wissen will, findet sich kompakt auf 24 Seiten beschrieben und mit vielen Bildern versehen in einem Heft der Rheinischen Kunststätten-Reihe, die vom Rheinischen Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz herausgegeben wird. Für drei Euro kann das Heft über den Buchhandel bezogen werden. Außerdem ist es an der Kasse vom Museum Burg Linn zu haben. Der Verein der Freunde des Museums Burg Linn hat 2 000 Exemplare der insgesamt 9 000 Hefte gekauft und dem Museum zur Verfügung gestellt. Der Autor der flüssig und mit großer Kennerschaft geschriebenen Geschichten rund um die Burg ist Dr. Christoph Dautermann, stellvertretender Leiter des Linner Museums. Mitinitiator des Heftes war der Krefelder Landtagsabgeordnete und Ratsherr Winfried Schittges, der sich bei dem Erscheinen des Heftes besonders freute: „Linn ist ein Kleinod. Und alles, was Linn bereichert, ist in diesem Heft beschrieben. Ich denke, dass die Auflage bis zum Flachsmarkt zu Pfingsten ausverkauft sein wird.“ Linns Museumsleiter Dr. Christoph Reichmann, der einige Texte zu dem Heft beisteuerte, findet, dass das Heft eine empfindliche Lücke schließt. Denn ein seinerzeit vom ehemaligen Museumsleiter Albert Steeger erstelltes und von Reichmann in den 1980er Jahren ergänztes, aber längst vergriffenes Heftchen, umfasste nur die Geschichte der Burg.

Die Burg und ihre Geschichte, die vor 1200 nach Christus beginnt, stehen natürlich im Mittelpunkt des Heftes. Die Burg selbst wird zum ersten Mal schriftlich 1299 erwähnt, doch schon um das Jahr 1000 herum dürfte es dort eine Befestigung gegeben haben. Spätestens zu Beginn des 14. Jahrhunderts war Linn mit städtischen Privilegien ausgestattet, weil um 1314 städtische Schöffen erwähnt werden. Nachgezeichnet wird das wechselvolle Geschick von Burg und Städtchen, die Einnahme der Burg 1642 durch hessische Truppen, ihr Ausbau und das Ende der militärischen Bedeutung zu Beginn des 18. Jahrhunderts, als französische Truppen die Burg besetzt hielten und diese durch alliierte Verbände in Brand geschossen wurden. Seit spätestens 1728 galt die Burg als unbewohnbar. 1806 erwarb sie der Krefelder Seidenbaron Isaac de Greiff und schützte sie vor dem weiteren Verfall.

Die de Greiffs kauften in der Folge rund zwei Drittel von Linn auf, benutzten das Jagdschloss als Sommerresidenz, ließen von dem weithin bekannten Düsseldorfer Landschaftsarchitekten Maximilian Friedrich Weyhe (1775 bis 1846) den Burgpark anlegen. Daneben besaßen sie den Drenker-, den Hausen- und den Mühlenhof, den Park und Haus Greiffenhorst. 1924 gingen viele dieser Liegenschaften in den Besitz der Stadt Krefeld über.

Das Heft beschäftigt sich über Burg, Jagdschloss und Museum hinaus auch mit fast allen anderen Sehenswürdigkeiten, die es in Alt-Linn gibt. Zunächst natürlich mit dem Deutschen Textilmuseum, dann aber auch mit den vielen reizvollen Örtlichkeiten und Besonderheiten, die es in dem denkmalgeschützten Burgstädtchen gibt. Da sind der Andreasmarkt, die Reste der alten Linner Kirche auf dem Margaretenplatz, der Issumer Turm, die Stadtmauer, der Bakenhof, die katholische Pfarre St. Margareta zu nennen. Aber es geht auch um viele Wohnhäuser im Burgviertel, die Spuren erstaunlichen Alters zeigen. Und es geht auch um Gebäude, die nicht mehr da sind, wie die Linner Synagoge, die 1938 von den Nazis niedergebrannt wurde.

Mit Haus Greiffenhorst, der katholischen Pfarre St. Mariä Himmelfahrt, dem Hausenhof, der Siedlung Kohlplatzweg, der Volksschule am Danziger Platz und dem Krefelder Hafen und der Drehbrücke wird das engere Umfeld der Burg verlassen und ganz Linn einbezogen. Abgerundet wird das Heft durch ein kleines Glossar mit Literaturverweisen, wo alle, die es noch viel genauer und ausführlicher wissen wollen, fündig werden können.
 

QUELLE: GO-KREFELD http://www.go-krefeld.de/


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letztes update: 16.05.2009